Zur Eröffnung 1912 wurden die Wagennummern 1 - 10 und 101 - 110 für Arbeitswagen reserviert. Damals erschien es als Ausreichend, nur 20 Wagennummern zu reservieren. Meistens wurden die Arbeitswagen aus ausgedienten Personenwagen umgebaut. Das war 1912 natürlich noch nicht möglich, da dachte man an Neubauwagen. T4 177 wurde als erster Personenwagen 1959 zum Arbeitswagen umgebaut. Er wurde Schienenpflegewagen, da er sich als Zweirichtungswagen dafür anbot. T4 179 wurde dann 1963 ebenfalls zum Schienenpflegewagen umgebaut. Beide Wagen fuhren als 8040 und 8041 jahrelang durch Hamburg. Neben der Schienenpflege wurde auch Material für die Haltestellen damit verteilt. Wagen 179 wurde schon in den Jahren 1943 bis 1946 als Arbeitswagen benutzt, damals für Stückguttransport. Die Wagen 8040 und 8041 zählten zur Type AT 1.

1980 wurde die Type AT 1 durch die neue Type AT 4 ersetzt. Hierbei handelt es sich um Arbeitswagen, die aus DT 1 entstanden. Es sind die Wagen 9058/59 und 9082/83. Sie bekamen zuerst noch die Wagennummern 8042/43 und 8044/45 und wurden danach an das neue Nummernsystem angepaßt. Seitdem fahren sie als 025-1/2 und 026-1/2 und dienen auch dem Materialtransport.

Im Frühjahr 1965 wurde der TU 1 8919 zum Meßwagen 8157 umgebaut, jedoch schon 5 Jahre später, 1970, verschrottet.

Aufgrund des alljährlichen Laubbefalls im Herbst auf der Walddörferbahn sowie auf der Langenhorner Bahn, was ein starkes rutschen der Züge beim Bremsen verursacht, baute die Hochbahn den T9 246 mit einer Hochdrucksprühanlage aus. Ein Wasser- Quarzsandgemisch wird mit hohem Druck auf die Schienen gesprüht. Er bekam die neue Wagennummer 8060 und fuhr in der Mitte zweier TU 2 Triebwagen, die zu Bauzuglokomotiven umgezeichnet wurden.

Des Weiteren waren 10 TU 2 Wagen als Bauzuglokomotiven (8050 bis 8059) im Einsatz (ehemals 8800, 8743, 8749, 8746, 8794, 8753, 8775, 8785, 8740, 8715). Die Wagen 8052 bis 8059 wurden 1973 ausgemustert.

Die Wagen 8050 und 8051 ersetzten den Wagen 8060 (AT 3), wurden dann jedoch eine DT 1 Einheit, dem AT5, ersetzt.

Die TU 2 Wagen 8701, 8702, 8704 und 8705 wurden zuerst als Ersatz für die Wagen 8040/8041 vorgehalten und wurden am 31.03.1979 verschrottet.

Als Nachfolger für den AT 3 wurde 1982 die DT 1-Einheit 9094/95 umgebaut. die neue Nummer 8046/47 wurden 1988 in 027-1/2 umgeändert. Da der AT 5 fast nur im Herbst eingesetzt wird, ist er die meiste Zeit abgestellt.

1991 wurde als weiterer Arbeitswagen die DT 1-Einheit 9090/91 zum AT 6 mit Wagennummer 028-1/2 umgebaut. Da er zum Schleppen und Schieben von Arbeitsloren dient, erhielt er an den Fronten Licht- und Versorgungssteckdosen. Zuerst wurden nur die Fronten Orange angestrichen, der Wagenkasten blieb im DT 1-Grau. 1993 wurde die Einheit noch einmal komplett umgebaut, dabei komplett Orange angestrichen und der Schleifwagen SB 3 061 wurde zwischen die Wagen gekuppelt. Nun dient dieser 3-Wagenzug als Schleifzug, die anderen Schleppaufgaben sind entfallen.

Die Hochbahn besaß früher auch zwei Elloks (EL 2), Baujahre 1926 und 1927, die neben dem normalen Stromabnehmer auch einen Dachstromabnehmer hatten. Zunächst hatten sie ein Mittelführerhaus, wurden dann umgebaut auf Spitzenführerstände. Eingesetzt waren sie auf der Güterstrecke Ohlsdorf - Ochsenzoll, später nurmehr auf dem Güterbahnhof Ochsenzoll. Die Wagennummern waren zuerst 1001 und 1003, später dann 8000 und 8001. Als der elektrische Betrieb auf dem Güterbahnhof 1966 eingestellt wurde, wurden die Elloks ausgemustert. Eine weitere Ellok, Baujahr 1933 mit Wagennummer 1004, später 8002 behielt ihr Mittelführerhaus und verschwand Anfang der 60er Jahre.

Die Hochbahn beschaffte 1929 einen Hilfstriebwagen (HT 1), Wagennummer 8030. Er war vierachsig und hatte einen Kastenaufbau mit kleinen Vorbauten. Er wurde 1967 durch den neuen Hilfstriebwagen HT 2 mit Wagennummer 8031, heutige Nummer 024, ersetzt. Der vierachsige HT 2 besitzt einen Dieselantrieb. Er bekam die DT 2.4 Probedrehgestelle.

Zum Transport der Loren wurden ab 1961 Diesellokomotiven (DL) beschafft. Bis dahin wurden die Loren ja von T-Wagen befördert. So kamen 1961 die DL 1.1 8010 und 8011 (001 und 002), 1965 die DL 1.2 8012 bis 8016 (003 bis 007) und 1973 die DL 2 8017 und 8018 (008 und 009) zur HHA. Die Loks 001, 002, 004 und 005 wurden im Juli 1996 auf dem Güterbahnhof Ochsenzoll verschrottet, 003 diente bis 1997 in Bba als Rangierlok und wurde dann an die OHE nach Bleckede verkauft. Die DL 002 hatte zuletzt einen grauen Anstrich. Die Dieselloks wurden durch die Akkuloks AL ersetzt. Die Loks 006 und 007 dienen heute noch als Reserve, meist zum Wagenverschub in der Hauptwerkstatt.

1992 wurden die erste Akkuloks einer neuen Generation beschafft. Sie bekamen die Wagennummern 010 und 011. Die von der Firma Siemens und Kaelbe Gmeinder als vierachsige Zweisystemlocks gebauten Fahrzeuge können entweder den Strom aus der Stromschiene entnehmen oder werden von Akkus mit Strom versorgt. 1995/96 folgten 5 weitere solcher Loks (012 bis 016).

Der Mehrzwecktriebwagen MT 1 mit Wagennummer 8032 (021) wurde 1970 beschafft. 1995 bekam er nach einer Modernisierung einen neuen Aufbau. 1989 kam der zweite Mehrzwecktriebwagen MT 2 dazu (022), der 1996 eine kleine, zweiachsige Lore (MT 2B 023) beigestellt bekam. Für Gleisbauarbeiten besitzt er einen kleinen Kran.

Der Gleismeßtriebwagen GT 1 (065) wurde 1989 beschafft. Er besitzt 3 Meßachsen mit Einzelaufhängung für 6 Meßschlitten, einen Stromschienenmeßschlitten, eine Kreiselanlage  und eine Rechenanlage. Er fährt mit Dieselantrieb.

Seit rund 25 Jahren hat die HHA eine Gleisstopfmaschine  der Firma EMS angemietet, die auch auf fremden Gleisen zum Einsatz kommt.

Seit November 1997 ist die vierachsige Gleisstopfmaschine ST 2 (067) im Einsatz, die jedoch von der Firma EMS bedient wird. Im Juni 1998 folgte die Gleisstopfmaschine 068, die wiederum nur angemietet ist und der Firma Spitake gehört. Sie wird auch außerhalb der HHA-Gleise eingesetzt (auch schon bei der BVG-U-Bahn).

Es war geplant, analog zu den berühmten Berliner Tunnel-Cabrio-Fahrten eine Lore für Tourismusfahrten herzurichten. Die Entscheidung ist noch offen. In Berlin sind diese Fahrten schon lange vorher ausgebucht.

 

Arbeitstriebwagen      
Typ alte Nr. neue Nr. Bemerkung
DL 1.1 8010 - 8011 001 - 002 Diesellok
DL 1.2 8012 - 8016 003 - 007 Diesellok
DL 2 8017 - 8018 008 - 009 Diesellok
MT 1 8032 021 Mehrzwecktriebwagen
MT 2   022 Mehrzwecktriebwagen
MT 2B   023 Lore zum MT 2
HT 2 8031 024 Hilfstriebwagen
AT 4 8042/43 025-1/2 Schienenpflege, Transport- und Meßzug ex DT 1 9058/59
AT 4 8044/45 026-1/2 Schienenpflege, Transport- und Meßzug ex DT 1 9082/83
AT 5 8046/47 027-1/2 Schienenspritzzug, ex DT 1 9094/95

 

Arbeitswagen      
Typ alte Nr. neue Nr. Bemerkung
LB 2 8120 - 8127 031 - 038 Lore
LB 3 8110 - 8111 039 - 040 Lore
LB 4 8128 - 8129 041 - 042 Lore
LB 5 8130 - 8133 043 - 046 Lore
MB 1 8140 - 8141 051 - 052 Mittelkipper Lore
KB 2 8162 - 8163 055 - 056 Kran-Lore
SB 3 8174 061 Schleifwagen
PB1 8156 063 Profilmeßwagen

 

Loren      

Typ

alte Nr.

neue Nr.

Bemerkung

UB 1 8151, 8152   Baujahr 1911, 2x, ohne Bremsen, 60er Jahre ausgem.
LB 1 8100 - 8103   Baujahr 1912, 60er Jahre ausgem.
LB 2 8120 - 8127 031 - 038 Baujahr 1912, 1925, 1928, 4x, ausgem. 1996
LB 3 8110, 8111 039, 040 Baujahr 1930, 4x, ausgem. 1996
LB 4 8128, 8129 041, 042 Baujahr 1962, 4x
LB 5 8130 - 8134 043 - 046 Baujahr 1975, 4x, mit alten T-Wagendrehgestellen
LB 6 071 - 083   Baujahr 1995, in Betrieb seit 1996
MB 1 8140, 8141 051, 052 Baujahr 1959, 4x
MB2   053 + 054 Hersteller 2008 Windhoff
KB 1 8160, 8161   Baujahr 1919, 4x, (ausgemustert)
KB 2 8162, 8163 055, 056 Baujahr 1975, 4x, mit alten T-Wagendrehgestellen
KB 3 057   Baujahr 1987, 4x, mit alten DT 1 Drehgestellen
SB 1 8171, 8172   Baujahr 1934/35, 2x, (ausgemustert)
SB 2 8173   Baujahr 1941, 2x, ausgemustert 1964
SB 3 8174 061 Baujahr 1964, 4x,
PB1 8156 063 Baujahr 1962, 4x, mit DT 2.0 Probedrehgestellen

Quelle: Hochbahn